Visa schätze die Flexibilität der russischen Regierung und sähe auf dem russischen Markt weiter ein bedeutendes Wachstumspotenzial, teilte der Kreditkartenanbieter am Dienstag RIA Novosti mit. Dennoch halte das Unternehmen die Forderung, eine Kaution zu hinterlegen, für unannehmbar. Das Gesetz über die Kaution gäbe keine Zuversicht, dass das Unternehmen seine Arbeit in Russland langfristig fortsetzen könne. Visa arbeite mit der russischen Regierung an einer gegenseitig annehmbaren Lösung eng zusammen. Nachdem Visa und MasterCard wegen der US-Sanktionen im März die Bedienung einzelner russischer Kunden eingestellt hatten, kündigte Präsident Wladimir Putin die Schaffung eines nationalen Zahlungssystems Russlands an. Die Staatsduma (Parlamentsunterhaus) verabschiedete ein Gesetz, das die Kreditkartengesellschaften dazu verpflichtet, ein Viertel eines Tagesumsatzes in Russland als Kaution zu hinterlegen.